Liane Kayser

Liane Kayser, Jahrgang 1947, malt seit ihrem 11. Lebensjahr – mittlerweile seit über 50 Jahren. Ihr Gesamtwerk umfasst über 500 künstlerische Arbeiten – hauptsächlich Malerei, aber auch Grafik und Skulptur.

Außergewöhnlich ist ihre Diversität: betrachtet man ihre Werke ahnungslos über ihre Herkunft, möchte man kaum glauben, dass sie alle von ein und derselben „Feder“ stammen. Ihr künstlerisches Spektrum reicht von abstrakt-konstruktivistischer Malerei, über Stillleben und Portraits im Stile der Moderne, mit starkem Einfluss der Maler des Blauen Reiters, Matisse, Picasso, Cezanne – bis hin zu altmeisterlich-feinen Details und Studien, die sie in größere radikale Kontexte einbezieht. Diese künstlerische und technische Vielfalt bildet sich auch in den Formaten ab, von kleinen Studien bis hin zu großformatigen Arbeiten findet sich alles in ihrem Oeuvre.

Die Ausbildung der Künstlerin bestand neben dem Studium der Kunstgeschichte in Würzburg und in München hauptsächlich aus der lebenslangen Beschäftigung als Malerin. Stark beeinflusste sie in der universitären Zeit die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Konstruktivisten, was unter anderem dazu führte, sich von der Kunst zeitweise abzuwenden und sich der damaligen 68ziger-Bewegung anzuschließen. Die Beschäftigung mit den bildenden Künsten wurde nun abgelöst von der neuen Aufgabe, Bildung unter das Volk zu bringen, „aktiv seinen Teil in der Gesellschaft zu leisten“. In Form von langjähriger Tätigkeit als Grund- und Hauptschullehrerin geschah dies zunächst in München, später in Oberbayern.
Wichtig für ihre malerische Arbeit war seit 1986 der Kontakt zu dem in Niederbayern lebenden Maler Carlo Schellemann, der ihr neue Möglichkeiten in Stil und Thematik eröffnete, und mit dem sie eine Freundschaft verband, die bis zu dessen Lebensende währte.
Nur wenige Phasen gibt es im Leben der Künstlerin, in welchen sie nicht gemalt hat – und diese auch nur entweder durch die beschriebenen Auffassungen der 68er Jahre oder durch persönliche Umstände, wie die Geburt ihrer beiden Kinder.

Liane Kayser wohnt seit 30 Jahre zurückgezogen in einer niederbayerischen Idylle im Landkreis Rottal-Inn. Erst 2014 hat sie sich entschlossen, ihr Werk der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Kunsthandlung Anne Uhrlandt freut sich sehr, das spannende, umfangreiche und künstlerisch-exzellente Werk vertreten zu dürfen.